Jahresbericht 2010 mit Arbeitsweise des GIZ**********Jahresbericht 2010 mit Arbeitsweise des GIZ**********Jahresbericht 2010 mit Arbeitsweise des GIZ**********Jahresbericht 2010 mit Arbeitsweise des GIZ**********Jahresbericht 2010 mit Arbeitsweise des GIZ**********


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Diese Fälle kommen nur zur Nichtblütezeit der Pflanzen vor, da nur die Blätter mögliche Verwechslungen zulassen.

 

Bärlauch
(Allium ursinum, Liliaceae)       

Herbstzeitlose
(Colchicum autumnale, Liliaceae)

Siehe aktualisierte Ausarbeitung 2008 - jetzt auch mit Fallbeispiel aus dem Jahr 2009!!

 

Sauerampfer
(Rumex acetosa, Polygonaceae)

Aronstab
(Arum maculatum, Araceae)

Blätter: dicklich, pfeilförmig           

Blätter: kräftig, pfeilförmig

Aber: wechselständig, obere Blätter meist ohne Stiel 

Aber: grundständig, oft braun gepunktet     

Standort: sonnig oder halbschattig
Wiesen, Weiden und feuchten Triften             

Standort: schattige, feuchte Wälder, Gebüsche, Bachufer

Eine 58 Jahre alte Frau kaute 3 Blätter einer Aronstab-Pflanze anstelle von Sauerampferblättern. 2 Minuten danach trat heftiges Brennen im Mund und der Speiseröhre auf, welches auch trotz mehrmaligen Mundspülens weiter anhielt. Außerdem kam es zu Übelkeit. Nach Kontakt mit der Giftinfo Mainz wurden eine Stunde nach Einnahme der Blätter Kohletabletten mit Wasser getrunken Das Brennen in der Speiseröhre war noch nach 3 Tagen nicht vollständig behoben, weitere Symptome traten nicht auf.

 

Beinwell      
(Symphytum spec., Boraginaceae)

Fingerhut
(Digitalis species, Scrophulariaceae)

Blätter: länglich, rauhaarig, rinnig deutlich stängelherablaufend                   

Blätter: länglich, gewimpert-filzig, gesägt am Grunde stängelumfassend

Aber: rauhere Behaarung + oft grundständige Blattstellung        

Aber: feinere Behaarung + Spross wechselständig

Standort: häufig an Ufern, in Gräben oder feuchten Wegrändern            

Standort: sonnig bis halbschattig, häufig auf Waldlichtungen


(zum Vergrößern die Bilder anklicken!)


Eine 44 Jahre alte Frau kochte sich aus 5-6 Blättern einer Fingerhutpflanze anstelle von Beinwellblättern einen Tee. Es kam in der darauffolgenden Nacht zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Der Digitoxinspiegel war bei Aufnahme in die Klinik 35,4ng/ml, am Folgetag noch 26,0ng/ml. Es wurden digitalistypische Veränderungen ( Erregungsrückbildungsstörungen ) im EKG festgestellt. EKG und Herzfrequenz wurden über 24 Stunden kontrolliert. Eine wiederholte Kohle-Diarrhöe-Behandlung wurde durchgeführt, und die Patientin konnte nach 1 Tag Klinikaufenthalt beschwerdefrei entlassen werden.

 

 

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