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Vorbeugen,
erkennen und erste Hilfe-Maßnahmen bei Pilzvergiftungen
Vor bzw. beim Sammeln zu beachten:
Laien sollten nur die Pilze sammeln,
die sie sicher kennen. (Möglichst
wenig verschiedene Arten)
Unter den 2 Großgruppen von Pilzen,
haben schwammförmige (röhrenförmige) Pilze nur wenig giftige
und vor allem keine organschädigende Vertreter.
Pilze nur in luftdurchlässigen Gefäßen
sammeln (Körbe)
Nach dem Sammeln bzw. beim Verzehr zu
beachten:
In manchen Orten gibt es die Möglichkeit,
ehrenamtliche Fachleute zu Rate zu ziehen, die die gesammelten Pilze auf
giftige Vertreter untersuchen. (Manchmal in Verbraucherzentralen, Chemischen
Untersuchungsämtern, Lebensmitteluntersuchungsämtern etc.)
Gesammelte Pilze sollten sofort
zubereitet /verbraucht werden. Nicht verwertete Pilze müssen richtig
gelagert werden.
Pilzgerichte sind generell schwerer
verdaulich, als andere Nahrungsmittel.
Zu manchem Pilzgerichten/Pilz darf
kein Alkohol getrunken oder verwendet werden.
Gift
in Giftpilzen wird durch Kochen nicht zerstört. (Es gibt nur wenige
Ausnahmen, bei denen ein Abkochen die Pilze entgiftet.)
Manche Pilze sind nur als Jungpilz essbar.
Symptome einer Pilzvergiftung:
Schon eines
dieser Symptome könnte für eine "Pilzvergiftung" verantwortlich
sein: Magendruck, Bauchschmerz, Übelkeit,
Erbrechen, Durchfall, Schweissausbruch, Schwindel, Rauschzustände, aber auch
Zerstörung einzelner innerer Organe und Tod sind möglich.
Wann treten Symptome auf?
Die Latenzzeit bis zum Auftreten erster
Symptome hat nur bedingte Aussagekraft und ist allenfalls richtungweisend auf
das Vorliegen einer Pilzvergiftung bei langer Latenz. Erste Beschweren bereits
nach kurze Zeit bieten keine Sicherheit, daß nicht auch giftige Pilze gegessen
wurden, insbesondere besteht die Möglichkeit, daß unterschiedliche Sorten
eingenommen wurden. Bis zu 24 Stunden nach Pilzverzehr ist möglich.
In seltenen Fällen können erste Symptome auch später einsetzen.
Was ist zu tun?
Sofort eine Giftinformationszentrale (Mainz Tel.: 06131-19240) in Ihrer Nähe anrufen. Wir haben seit
einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der Giftzentrale Freiburg eine bundesweite
Liste von Pilzsachverständigen erstellt. Bei uns erhalten Sie die Telefonnummer
eines Pilzsachverständigen in Ihrer Nähe, der Ihnen
im Notfall hilft den Pilz/Pilzreste, aber auch Erbrochenes zu
bestimmen. Wenn der Pilz nicht innerhalb von einer
Stunde vom Pilzsachverständigen bestimmt werden kann, muss das nächste
Krankenhaus aufgesucht werden. War die Pilzbestimmung durch den
Pilzberater erfolgreich, sollten sie uns nochmals anrufen, damit wir den Pilz
toxikologisch bewerten und Sie über weitere Maßnahmen unterrichten können.
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