Jahresbericht 2010 mit Arbeitsweise des GIZ**********Jahresbericht 2010 mit Arbeitsweise des GIZ**********Jahresbericht 2010 mit Arbeitsweise des GIZ**********Jahresbericht 2010 mit Arbeitsweise des GIZ**********Jahresbericht 2010 mit Arbeitsweise des GIZ**********


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Vorbeugen, erkennen und erste Hilfe-Maßnahmen bei Pilzvergiftungen

 

Vor bzw. beim Sammeln zu beachten:

Laien sollten nur die Pilze sammeln, die sie sicher kennen. (Möglichst wenig verschiedene Arten)

Unter den 2 Großgruppen von Pilzen, haben schwammförmige (röhrenförmige) Pilze nur wenig giftige  und vor allem keine organschädigende Vertreter.

Pilze nur in luftdurchlässigen Gefäßen sammeln (Körbe)

 
Nach dem Sammeln bzw. beim Verzehr zu beachten:

In manchen Orten gibt es die Möglichkeit, ehrenamtliche Fachleute zu Rate zu ziehen, die die gesammelten Pilze auf giftige Vertreter untersuchen. (Manchmal in Verbraucherzentralen, Chemischen Untersuchungsämtern, Lebensmitteluntersuchungsämtern etc.)

Gesammelte Pilze sollten sofort zubereitet /verbraucht werden. Nicht verwertete Pilze müssen richtig gelagert werden.

Pilzgerichte sind generell schwerer verdaulich, als andere Nahrungsmittel.

Zu manchem Pilzgerichten/Pilz darf kein Alkohol getrunken oder verwendet werden.

Gift in Giftpilzen wird durch Kochen nicht zerstört. (Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen ein Abkochen die Pilze entgiftet.)

Manche Pilze sind nur als Jungpilz essbar.

 

Symptome einer Pilzvergiftung:
Schon eines dieser Symptome könnte für eine "Pilzvergiftung" verantwortlich sein:
Magendruck, Bauchschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schweissausbruch, Schwindel, Rauschzustände, aber auch Zerstörung einzelner innerer Organe und Tod sind möglich.

 

Wann treten Symptome auf?
Die Latenzzeit bis zum Auftreten erster Symptome hat nur bedingte Aussagekraft und ist allenfalls richtungweisend auf das Vorliegen einer Pilzvergiftung bei langer Latenz. Erste Beschweren bereits nach kurze Zeit bieten keine Sicherheit, daß nicht auch giftige Pilze gegessen wurden, insbesondere besteht die Möglichkeit, daß unterschiedliche Sorten eingenommen wurden.
Bis zu 24 Stunden nach Pilzverzehr ist möglich. In seltenen Fällen können erste Symptome auch später einsetzen.

 

Was ist zu tun?
Sofort eine Giftinformationszentrale (Mainz Tel.: 06131-19240) in Ihrer Nähe anrufen. Wir haben seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der Giftzentrale Freiburg eine bundesweite Liste von Pilzsachverständigen erstellt. Bei uns erhalten Sie die Telefonnummer eines Pilzsachverständigen in Ihrer Nähe, der Ihnen im Notfall hilft den Pilz/Pilzreste, aber auch Erbrochenes zu bestimmen.
Wenn der Pilz nicht innerhalb von einer Stunde vom Pilzsachverständigen bestimmt werden kann, muss das nächste Krankenhaus aufgesucht werden.
War die Pilzbestimmung durch den Pilzberater erfolgreich, sollten sie uns nochmals anrufen, damit wir den Pilz toxikologisch bewerten und Sie über weitere Maßnahmen unterrichten können.

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Kontakt

 

 

Giftinfo Mainz Klinische Toxikologie der Universitätsmedizin Mainz - Langenbeckstr. 1  55131 - Mainz

Es kann keinerlei Haftung für Ansprüche übernommen werden, die aus dieser Internet-Veröffentlichung erwachsen könnten

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