Visual Universitätsmedizin Mainz

Rechnungstellung für Institutionen/Krankenhäuser

Das Giftinformationszentrum Mainz wird ab dem 1.9.2014 anrufenden Institutionen die Beratungsleistung in Rechnung stellen. Betroffen von dieser leider unvermeidbaren Maßnahme sind momentan Krankenhäuser. Ein entsprechendes Informationsschreiben ist im Juli 2014 an diejenigen Institutionen verschickt worden, welche seit 2010 regelmäßig beim Giftinformationszentrum Mainz wegen konsiliarischen Beratungen zu Intoxikationen und Vergiftungsverdachtsfällen angerufen haben.

Beratungen für die Bevölkerung (Privatpersonen, Kindergärten u.ä.) sowie für den Rettungsdienst bleiben weiterhin kostenfrei!


Hintergrund:

Das Giftinformationszentrum (GIZ) an der Universitätsmedizin Mainz besteht seit dem Jahr 1964 und hat sich als medizinisches Kompetenzzentrum für alle Fragen der Diagnose und Behandlung von akuten Vergiftungen in Rheinland-Pfalz und Hessen - und darüber hinaus - etabliert. Seit dem Jahr 2000 ist das GIZ Mainz das von den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz nach dem Chemikaliengesetz (ChemG) für ihre
Bevölkerung benannte Giftinformationszentrum für die Beratung in Vergiftungsfällen. Die breite Akzeptanz des GIZ Mainz spiegelt sich in jährlich steigenden Anfragezahlen wider. So werden hier täglich ca. 100 Beratungen durchgeführt, insgesamt waren dies alleine im Jahr 2013 ca. 35.000 Beratungen. In etwas mehr als der Hälfte dieser Fälle handelt es sich um Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern wegen eines akuten Vergiftungsverdachtes.
In über 10.000 Fällen pro Jahr (2013) wird das GIZ Mainz jedoch auch von Krankenhäusern angerufen. Die Beratung und Unterstützung durch ein GIZ hat sich zunehmend als wichtiger und qualitätssichernder Baustein für die adäquate Diagnostik und Therapie bei der Behandlung von Patienten mit Intoxikationen in Krankenhäusern etabliert. Durch die vermehrte Inanspruchnahme des GIZ für die Beratung von Krankenhäusern, bei oft auch noch sehr komplexen und zeitaufwändigen Beratungsfällen, werden jedoch zunehmend Kapazitäten im GIZ gebunden und es entsteht ein deutlicher Mehraufwand in jeder Hinsicht. Andere Giftinformationszentren stellen daher diese Beratungen bereits seit mehreren Jahren anfragenden Krankenhäusern in Rechnung.
Um die konsiliarische telefonische Beratungsleistung des GIZ Mainz auch in Zukunft rund um die Uhr in gut erreichbarer und kompetenter Form anbieten zu können, folgt das GIZ an der Universitätsmedizin Mainz in Absprache mit den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen der Vorgehensweise anderer GIZ und wird zukünftig Beratungsleistungen für institutionelle Anfragen in Rechnung stellen.

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Jahresbericht

Jahresbericht 2011 (Pdf , 3.3 MB)